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Kölner Mathematik-Professorin erhält Sastra Ramanujan Preis 2009

13-10-2009 15:30:00

Prof. Dr. Kathrin Bringmann ist Trägerin des diesjährigen Sastra Ramaujan Preises. Bild: Universität zu Köln
Prof. Dr. Kathrin Bringmann ist Trägerin des diesjährigen Sastra Ramaujan Preises. Bild: Universität zu Köln :: ClickBild=Vollbild
Kathrin Bringmann ist 32 Jahre alt und bereits Professorin für Mathematik an der Universität zu Köln. Genau so alt wurde der indische Mathematiker Srinivasa Ramanujan, als er im Jahr 1920 im indischen Bundesstaat Tamil Nadu im Alter von nur 32 Jahren starb. Er galt in seiner Zeit als Genie seines Fachs. Die 32-jährige Professorin, die sich bereits längere Zeit mit dem mathematischen Nachlass des indischen Rechengenies beschäftigt hat, erhielt dafür im Juli dieses Jahres sogar die Zusage für den mit einer Million Euro dotierten Forschungspreis der renommierten Krupp-Stiftung. Dort steht die Preisverleihung im November an, den Preis des indischen Namensträgers wird sie dann im Dezember erhalten, wie die Universität am heutigen Dienstag bekannt gab.

Die Einschätzung der Fachleute, dass die junge Professorin, die ihr Studium in Würzburg absolviert hat, vor einer internationalen Karriere steht, scheint sich mit der neuerlichen Auszeichnung zu bestätigen. Ihre Arbeiten, so das einhellige Urteil der Experten, könne einige der klassischen Probleme der Mathematik lösen helfen. Wie ihr indisches Vorbild auch beschäftigt sich Bringmann intensiv mit der so genannten Theorie der „Mock-Thetafunktion“ oder auch „Schein-Thetafunktion“. Was der indische Mathematiker nicht zur Gänze lösen konnte, entwickelte die Kölner Professorin weiter. Für Bringmann ist ihre Forschung so etwas wie das „Entschlüsseln einer Geheimsprache“. Zusammen mit dem US-Mathematiker Ken Ona (University of Wisconsin) und dem Niederländer Sander Zwergers (University College Dublin) gelang ihr die Entschlüsselung und der Einbau in eine mathematische Theorie. An der Kölner Uni forschte die Mathematikerin als Professorin seit Oktober 2008.

Der indische Mathematiker Ramaujan arbeitete zwischen 1914 und 1919 mit dem britischen Mathematiker Godfrey Harold Hardy am Trinity College der renommierten Cambridge-University. Schon damals wurde der Autodidakt mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Sein Nachlass bleibt allerdings lange unauffindbar. Erst im Jahr 1976 fand man über 600 Formeln und Rechensätze, sein Arbeitsschwerpunkt waren die so genannten Zahlentheorien.

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