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AKTUELLES
Presse
Universität zu Köln
Entschlüsselung einer mathematischen Geheimsprache erneut
ausgezeichnet
Köln, 14.10.2009 - Die Kölner Professorin K. Bringmann bekommt
den mit 10.000 Dollar dotierten SASTRA Ramanujan – Preis im Dezember
verliehen. Sie reiht sich in eine Liste namhafter Mathematiker ein,
die seit 2005 diesen Preis entgegennehmen durften. Der Preis wird
für herausragende Arbeiten, die in Verbindung mit den
Forschungsgebieten des Mathematikgenies Srinivasa Ramanujan stehen,
vergeben. Um diesen Preis erhalten zu können, darf man bis zu 32
Jahren alt sein. In diesem Alter starb der Namensgeber des Preises.
Den Preis erhält Professorin Bringmann (32) für die
Entschlüsselung einer mathematischen Geheimsprache. Diese
sogenannten Mock-Thetafunktionen wurden von Ramanujan kurz vor
seinem Tod entdeckt, jedoch nie erklärt. Die Thetafunktionen
befassen sich mit den Eigenschaften und Problemen positiver und
ganzer Zahlen. Die Mock-Thetafunktionen weisen starke Ähnlichkeiten
mit bereits bekannten Thetafunktionen auf, galten aber als
rätselhaft und unvollständig. Professorin Bringmann vergleicht sie
mit einer "Symphonie, deren Noten in einer Geheimsprache
verschlüsselt sind, die nur der Komponist zu lesen vermag". Durch
die Kooperation mit dem amerikanischen Professor Ken Ono und dem
Niederländer Professor Sander Zwegers löste sie das Rätsel dieser
Funktionen.
Zu Beginn diesen Jahres wurde sie bereits für
dieselbe Leistung mit dem Alfried-Krupp Förderpreis ausgezeichnet.
Nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit der University of Wisconsin
und Minneapolis, wechselte sie 2008 an die Universität zu Köln.
Weitere
Informationen: Universität zu Köln Mathematisches
Institut Prof. Dr. Kathrin, Bringmann Tel.: 0221
470-4334 (14.10.2009)
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