Analysis I
Wintersemester 2005/06
Prof. Dr. S. König
Dr. R. Hartmann
Mathematisches Institut der Universität Köln
Die Vorlesung Analysis I ist nun beendet.
Die Webseite zur Vorlesung Analysis II ist jetzt verfügbar,
Anmeldung zu den Übungen ist schon möglich.
Vorlesung
Montags und Donnerstags 8:15-9:45 in B
Gliederung: Teil I - Zahlen, Teil II - Folgen und Reihen,
Teil III - Funktionen einer reellen Veränderlichen.
Inhalt:
Erste Woche: Natürliche Zahlen, vollständige Induktion,
rekursive Definitionen.
Zweite Woche: Anordnen und Auswählen bei endlichen Mengen.
Rationale Zahlen, Abzählbarkeit. Potenzmengen. Rationale und
reelle Zahlen.
Dritte Woche: Reelle Zahlen. Folgen, Konvergenz, Cauchyfolgen,
Definition der reellen Zahlen.
Vollständigkeit der reellen Zahlen, Schranken, Supremum und
Infimum.
Vierte Woche: Überabzählbarkeit der rellen Zahlen. Komplexe
Zahlen: Definition, Polarkoordinaten, Fundamentalsatz der Algebra,
Dreiecksungleichung. Folgen: Konvergenzkriterien, Satz von Bolzano und
Weierstrass.
Fünfte Woche: Die Zahl e. Reihen: Beispiele, Konvergenzkriterien.
Sechste Woche: Absolute und bedingte Konvergenz, Riemannscher
Umordnungssatz. Potenzreihen.
Siebte Woche: Stetigkeit. Fixpunktsätze. Dehnungsbeschränktheit.
Achte Woche: Zwischenwertsatz. Maxima und Minima stetiger Funktionen.
Grenzwerten von Funktionen, Sprungstellen.
Neunte Woche: Differenzierbarkeit, Ableitungsregeln. Mittelwertsatz.
Zehnte Woche: Anwendungen des Mittelwertsatzes, Regel von De l'Hopital.
Taylorpolynome und Satz von Taylor.
Elfte Woche: Taylorreihen. Riemannsches Integral, Unter- und Obersummen.
Zwölfte Woche: Integrierbare Funktionen. Hauptsatz der Differential-
und Integralrechnung. Integrationsregeln.
Dreizehnte Woche: Wiederholung.
Vierzehnte Woche: Funktionenfolgen. Punktweise und gleichmässige
Konvergenz. Stetigkeit und Integrierbarkeit. Potenzreihen.
Fünfzehnte Woche: Abelscher Grenzwertsatz. Weierstrassscher
Approximationssatz. Anwendungen.
NEU!
Glossar der wichtigsten
Definitionen der Vorlesung in pdf-Format, oder als LaTeX-Datei.
Übungen
Montags und Dienstags in Kleingruppen
Die Zeiten und Räume der Gruppen finden Sie
hier. Bitte notieren Sie die Nummer Ihrer Übungsgruppe auch
deutlich lesbar auf Ihren Übungsblättern.
Die Einteilung der Übungsgruppen ist
hier.
Wir haben versucht alle Terminwünsche zu berücksichtigen, soweit
dies möglich war.
Falls
Sie wegen Überschneidungen mit anderen Lehrveranstaltungen noch die
Gruppe wechseln müssen,
wenden Sie sich bitte an Herrn Hartmann (Zimmer 111b im
Mathematischen Institut). Übungsbeginn ist dann am
7. bzw. 8.November.
Übungsaufgaben
Übungsblätter werden ab der zweiten Woche jeweils Montags in der
Vorlesung verteilt. Es gibt zwei Arten von Aufgaben, mündliche und
schriftliche. Lösungen zu den schriftlichen Aufgaben müssen dann
in der darauffolgenden Woche in den Übungen abgegeben werden.
Lösungen zu den mündlichen Aufgaben werden nur in den Übungen
präsentiert.
Wie
bearbeitet man sinnvoll ein Übungsblatt?
Hier sind die Übungsblätter in pdf Format:
Blatt 1
Blatt 2
Blatt 3
Blatt 4 (In der verteilten Version werden in
Aufgabe 5 zwei verschieden aussehende 'R' verwendet; beide sollen die
reellen Zahlen bezeichnen.)
Blatt 5
Blatt 6
Blatt 7
Blatt 8 (In der verteilten Version soll in
Aufgabe 1 im vierten Teil, der (d) sein sollte, die Funktion den Index
4 haben, nicht einmal 4 und einmal 3.)
Blatt 9
Blatt 10
Blatt 11
Aktuelle Übungsblätter sind ab Montagmittag auch in einem
Umschlag enthalten, der neben dem Büro 110 (MI, erster Stock)
hängt.
NEU: Forum
Es gibt nun ein gemeinsames Forum für die Anfängervorlesungen "Lineare
Algebra I" und "Analysis I". Zum Forum geht's hier.
Kontakt und Sprechzeiten
Prof. Dr. S. Koenig
Sprechzeiten Donnerstags 10.30-11.30 Uhr und nach Vereinbarung
Zimmer 110 im Mathematischen Institut
Telefon 0221-470-2661
email skoenig(at)math.uni-koeln.de
Dr. R. Hartmann
Sprechzeiten Montags und Mittwochs 14-15 Uhr und nach Vereinbarung
Zimmer 111b im Mathematischen Institut
Telefon 0221-470-3713
email rhartman(at)math.uni-koeln.de
Klausur, Zulassung und Scheine
Die erste Klausur fand statt. Hier findet sich
eine Liste von
Matrikelnummern, die bestanden haben (Matrikelnummern und Art des Scheins:
1=allgemeingültiger Schein, 2=Nebenfachschein). Achtung: die
Nebenfachscheine sind am Ende aufgelistet.
Hier ist die Klausur (version a), (version d), (version
e), (version g), und hier sind die Lösungen (nur Version a)der Multiple Choice
Aufgaben. Die schriftlichen Aufgaben konnten
zum Beispiel so gelöst werden.
Etwas Statistik
Mitgeschrieben haben 398 Studentinnen und
Studenten, davon haben 202 einen Übungsschein erworben (50,8%).
Die beste Punktzahl in der Klausur war 72, die
durchschnittliche Punktzahl 38,1. Bei den Multiple Choice Aufgaben lag der
Durchschnitt bei 20 Punkten (von 40), bei den schriftlich zu bearbeitenden
Aufgaben wurden durchschnittlich nur 18 (von 60) Punkten erreicht.
Inklusive Bonus war das beste
Gesamtergebnis 91%, das durchschnittliche Ergebnis war 45,2%. Nach
Studienfächern aufgegliedert, war die beste Gruppe die der
Schülerstudenten, sie erreichten insgesamt durchschnittlich 66,6%. Es
folgen Diplom-Mathematik (53%), Wirtschaftsmathematik (50,3%) und Physik
(48,4%), dann Lehramt (40%), Geophysik (34,8%) und Metereologie (31,2%).
Für diejenigen, die nicht bestanden oder nicht mitgeschrieben haben, fand
die Nachklausur statt. Hier finden Sie die Aufgaben der Nachklausur, die Lösungen der Multiple Choice
Aufgaben und schriftlichen Aufgaben . Und hier sind die 44 Matrikelnumern, die bestanden
haben. Davon haben 10 nur den Nebenfachschein erreicht. Das beste Ergebnis
in der Nachklausur lag bei 61,5 Punkten, der Durchschitt bei 30,25 Punkten.
Klausureinsicht war am Donnerstag, den 23.3. von 9:30 bis 11:00 Uhr im
Hörsaal des Mathematischen Instituts. Danach können keine Beschwerden
zur Korrektur mehr eingereicht werden, die Klausuren und Scheine
können jetzt noch bei Frau Georg, Raum 105, abgeholt werden. Nicht
abgeholte Klausuren werden schliesslich in den Übungen zur Analysis 2 zurückgegeben.
Klausurzulassung:
Hier finden Sie eine Liste all derer, die zur Klausur zugelassen sind. Zur
Erklärung: Hinter der Matrikelnummer befinden sich eine (oder mehrere) der
Zahlen 1,2 und 3, die angeben für welchen Schein (siehe unten) Sie
zugelassen sind. Dabei bedeutet 12 dass Sie sowohl den Nebenfachschein (2)
als auch den für alle Studiengänge gültigen Schein (1) erwerben
können. Falls uns keine Matrikelnummer von Ihnen vorliegt
(insbesondere bei Schülerstudenten), dann ist stattdessen Ihr Nachname
angegeben. Falls sich hinter Matrikelnummer bzw. Name ein Stern (*)
befindet, dann fehlen uns noch wichtige Angaben von
Ihnen. In diesem Fall schicken Sie bitte nochmal alle Angaben (Name,
Studienrichtung, Semesterzahl und Matrikelnummer) per email
an rhartman@math.uni-koeln.de, oder setzen sich mit Herrn Hartmann in
Verbindung. Sollte Ihre Matrikelnummer nicht auf der Liste sein und glauben
Sie die Klausurzulassung erlangt zu haben, dann
vergewissern Sie sich erst nochmal, ob weder Ihre Matrikelnummer noch Ihr
Name in der Liste stehen, und setzen sich dann mit Herrn Hartmann in
Verbindung. Jetzt geht's zur Zulassungsliste
hier.
Aufgrund einer von Geophysik und Meteorologie gewünschten Neuregelung
gibt jetzt drei verschiedene Klassen von Scheinen:
(1) Wer Mathematik im Hauptfach studiert, wird zur Klausur zugelassen, wenn
er/sie mindestens 50 Prozent der Übungspunkte erreicht hat,
mindestens zweimal in den Übungen vorgerechnet hat, und
regelmässig an den Übungen teilgenommen hat.
Für die Übungspunkte gibt es ausserdem noch einen
Klausurbonus. Dierser errechnet sich als
Klausurbonus = min(100%,Übungspunkte)*0.3*Klausurpunkte/(100%).
Der Bonus wird zu den erreichten Klausurpunkten addiert.
Zum Beispiel bedeutet das, dass wer 100% der Übungspunkte erreicht
einen Bonus von 30% auf die tatsächlich erreichten Klausurpunkte
erhält.
Zum Bestehen der Klausur sind (nach Anrechnen der Bonuspunkte)
dann 50% der Klausurpunkte ausreichend.
Wer die Klausur besteht,
erhält den in allen Studiengängen gültigen
Analysis-I-Schein.
(2) Wer Mathematik als Nebenfach studiert benötigt nur 40% der
Übungs- und der Klausurpunkte
(Achtung: dies gilt nicht für Lehramtsstudierende).
Alle anderen unter (1) angegebenen Regeln gelten entsprechend. Wer die
Klausur besteht, erhält den in allen Studiengängen mit Mathematik
als Nebenfach gültigen Analysis-I-Schein.
(3) Wer im Hauptfach Geophysik oder Meteorologie studiert, wird
automatisch zur Klausur zugelassen. Einen Schein gibt es dann für
40% der Klausurpunkte (Achtung: kein Bonus, da die Übungsaufgaben
ja nicht zählen.). Dieser Schein ist nur in den
Diplom-Studiengängen Meteorologie und Geophysik gütig.
Wer die Klausur nicht besteht oder nicht teilnehmen kann,
hat in der Nachklausur am 20.3.2006 noch
eine zweite Chance. Für die Nachklausur gelten natürlich dieselben
Regeln.
Wichtig: Bei Studiengangwechsel unbedingt den Übungsleiter
informieren. Ebenso muss den Übungsleiter informieren, wer die
Klausurzulassung schon früher erworben hat.
Die Klausur (und ebenso die Nachklausur) dauert drei Stunden. Sie besteht
aus vier Teilen, in denen insgesamt 100 Punkte erworben werden können.
Die Gliederung ist wie folgt:
Teil 1: Definition wiedergeben, etwa 10 Punkte.
Teil 2: Beispiele berechnen, Eigenschaften nachweisen, etwa 25 Punkte.
Teil 3: Aussagen beweisen, etwa 25 Punkte.
Teil 4: Multiple choice - Verständnistest, etwa 40 Punkte.
Klausurrelevant ist der Stoff, der in der Vorlesung bis einschliesslich
19.Januar und in den Übungen bis einschliesslich Blatt 11 behandelt
wird.
Literatur
Die Vorlesung richtet sich nicht nach einem bestimmten Buch, die
Anschaffung von Büchern ist nicht erforderlich. Es gibt kein Skript.
Interessante allgemeine Information mathematischer und philosophischer
Natur findet man bei Courant und Robbins, Was ist Mathematik? oder bei
Davis und Hersh, Erfahrung Mathematik.
Ebbinghaus et alii, Zahlen, diskutiert Zahlsysteme in sehr lesenswerter
Weise.
Mehr über mengentheoretische Grundlagen, Axiomatik und die sehr
attraktive Theorie des Zählens im Unendlichen
und des Vergleichens unendlicher Mengen
findet man in leicht lesbarer Form in dem Büchlein von Kamke,
Mengenlehre, oder mit mehr Detail etwa bei Halmos, Naive Mengenlehre, oder in
vielen Büchern mit dem Titel Mengenlehre oder Set theory.
Standardtexte zur Analysis sind zum Beispiel: Bröcker, Forster,
Königsberger (jeweils Analsis I), Grauert und Lieb (Differential-
und Integralrechnung I) und viele andere Bücher mit ähnlichen
Titeln. Heuser, Lehrbuch der Analysis I, diskutiert viele
Anwendungsbeispiele. Umfangreichere Darstellungen des Stoffes findet man
auch in älteren Lehrbüchern wie von Mangoldt und Knopp,
Einführung in die höhere Mathematik. Courant and Hilbert,
Methoden der mathematischen Physik bieten anspruchsvolle weiterreichende
Informationen.