HYPATIA.SCIENCE

Eine Initiative zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses am Department Mathematik/Informatik

Beim Übergang vom Studium zur Promotion geht der Anteil an Frauen in den Fächern Mathematik und Informatik deutlich zurück: Während noch fast die Hälfte der Bachelor- und Masterstudierenden weiblich sind, reduziert sich der Anteil unter den Promovierenden auf ca. 25%. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass sich Studierende, die bereits als wissenschaftliche Hilfskraft in Forschungsprojekten tätig waren, überdurchschnittlich häufig für eine wissenschaftliche Tätigkeit entscheiden. Daher finanziert HYPATIA.SCIENCE Forschungstellen für wissenschaftliche Hilfskräfte, die sich gezielt an weibliche Studierende in den Fächern Mathematik/Informatik richten.

Zunächst werden vier Forschungsprojekte mit einer Laufzeit von jeweils einem halben Jahr gefördert. Betreuer*innen und Studentinnen konnten sich gemeinsam für ein konkretes Forschungsvorhaben bei HYPATIA.SCIENCE bewerben. Ein wissenschaftliches Gremium hat über die Anträge entschieden und die Finanzierung bewilligt.

Die ersten vier Forschungsstellen waren Anfang 2020 ausgeschrieben. Die folgenden Projekte wurden zur Förderung ausgewählt und beginnen im Mai bzw. Juni 2020:

Svenja Griesbach – Pandoras-Box-Probleme auf metrischen Räumen
Anna Nechamkina – Rekurrenz und Transienz in Booleschen Zufallsgraphen
Pauline Scharf – Lokal-harmonische Maaßformen auf dem hyperbolischen Raum
Antonia Thiemeyer – Lokale Optima der Gaußschen Masse

Eine neue Ausschreibung soll möglichst bald erfolgen, spätestens aber bis Ende 2020.

FAQ

Kann eine HYPATIA.SCIENCE-Stelle auch mit der Masterarbeit kombiniert werden?
Eine HYPATIA.SCIENCE-Stelle sollte nicht direkt mit einer Masterarbeit verbunden werden. Das Forschungsprojekt kann aber durchaus eine verwandte Fragestellung im Themenbereich der Arbeit behandeln.

Wonach werden die eingereichten Projekte bewertet?
Die Bewertung der Projekte erfolgt nur anhand der im Antrag eingereichten Informationen, vor allem der Projektbeschreibung. Bisherige Studienleistungen gehen nicht in die Entscheidung ein.

Welche Aufgaben kann eine Stelle umfassen?
Die Stellen sollen einen Einblick in den Forschungsalltag ermöglichen und deshalb Forschungsaufgaben umfassen. Diese sollen so gewählt sein, dass es möglich ist, im Förderzeitraum erkennbare Fortschritte zu machen. Insbesondere dürfen im Rahmen einer HYPATIA.SCIENCE-Stelle keine Lehraufgaben übernommen werden.

I do not speak German. Can I apply?
English-speaking applicants are welcome (even though all documents are in German). Get in touch with us if you need any help!

Ansprechpartner*innen

Dr. Anna Gundert (0221 470-6010, anna.gundert @ uni-koeln.de)
Dr. Michael Schlottke-Lakemper (0221 470-3393, mschlott @ math.uni-koeln.de)
Dr. Vera Weil (momentan in Elternzeit)


Gefördert aus dem Finanzfonds zur Umsetzung des gesetzlichen Gleichstellungsauftrages der Universität zu Köln und durch das Department Mathematik/Informatik